Kartell-TV #3: Medienstadt Linz?

Morgen, am 16.11.11 um 20:00 Uhr moderiere ich eine Diskussionrunde auf Dorf TV zur Frage, wie es um die Medienstadt Linz bestellt ist. Anlässe um sich diese Frage zu stellen, gibt es viele. Das Szene-Magazin Spotsz wurde 2010 mangels finanzieller und politischer Unterstützung eingestellt, jüngst musste die Linzer KAPU ihre KAPUzine aus Budgetnot einstellen, die Medieninitiative junQ.at wird seit Beginn an mit Kleinstbeträgen abgespeist. Auf der anderen Seite gibt es mit Dorf TV in Linz eine der wenigen freien Fernsehstationen Österreichs und das freie Radio FRO ist eines der aktivsten in der Radioszene und Vernetzungsknoten der Linzer Zivilgesellschaft. Und auch beim KEP-Workshop am nächsten Tag wird es eine Arbeitsgruppe zum Thema Medien, Open Source und Open Commons geben.

Die DiskutantInnen vertreten verschiedene Medienbereiche und Ansätze, ihnen allen gemein ist eine langjährige Praxis-Erfahrung. Die Medienkünstlerin und servus.at-Geschäftsführerin Ushi Reiter ist als kritische Begleiterin der neuen Medienwelt bekannt,  Andrea Mayer-Edoloeyi hat sich als Bloggerin und Socialmedia Expertin einen Namen gemacht. Thomas Kreiseder setzt sich seit vielen Jahren für Radio FRO ein, für eine jüngere Initiative sitzt Daniel Friesenecker von junQ.at am Podium. Und Stefan Pawel von der Open Commons Region Linz werde ich fragen, wie die Medienszene von den Open Everything Ansätzen profitieren kann.

Hier noch die offizielle Sendungsbeschreibung:

Bereits im ersten Kulturentwicklungsplan aus dem Jahr 2000 wurden „Technologie und Neue Medien“ als einer der vier Hauptschwerpunkte der kulturellen Entwicklung von Linz festgelegt. Aber was hat sich in den letzten zehn Jahren in diesem Bereich getan? Welche Entwicklungen abseits der Ars Electronica sind für Linz zu erkennen? Was fehlt noch zu einer „Medienstadt“?
Auch im Rahmen der Erstellung des neuen Kulturentwicklungsplans für die Stadt Linz wird dieses Thema eine bedeutende Rolle einnehmen. So soll am Tag nach der Kartell-TV-Sendung, also am 17. November, im ersten Zielfindungs- und Visionsworkshop im Mediendeck des OK u. a. über „Medien / Open Source / Open Commons“ diskutiert werden. Welche Visionen haben aktive Personen aus dem Kunst-, Kultur- und Medienbereich, wenn es um das Bild einer „Medienstadt Linz“ geht? Wo liegen Ihrer Meinung nach Potenziale brach? Was soll die Stadt tun? Im Grundlagenpapier zum neuen Kulturentwicklungsplan heißt es dazu: „Mehrere Herausforderungen verbinden sich mit diesem Themenkomplex, etwa der Umgang mit den Auswirkungen eines veränderten Nutzungsverhaltens von Medien, das Ausreizen der Potenziale von Freien Medien, die Weiterentwicklung einer unabhängigen Medienszene abseits der Ars Electronica in Linz, die Unterstützung der Bestrebungen rund um den Themenbereich Open Source (z. B. Open Commons Region Linz) oder allgemein die Förderung der künstlerischen Auseinandersetzung mit Neuen Medien (Kunst und Web x.0).“

  • Was läuft gut und was schlecht bei der allgemeinen Medienförderung in Linz?
  • Wie könnte eine Offensive für Neue Medien in Linz aussehen?
  • Wie steht es um die Entwicklung der Freien Medien in Linz?
  • Welche Auswirkungen haben aktuelle Entwicklungen der „Open-Bewegung“ (Open Source, Open Content, Open Data, Open Commons, …) auf die Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen der Stadt?
  • Wo steht die Medienkunst in diesem Zusammenhang?

 

Ein Gedanke zu „Kartell-TV #3: Medienstadt Linz?

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